27.01.2026

Wirtschaftsprognosen 2026

Wichtige Kennzahlen im Überblick

iStock, peshkov

Die Bundesregierung hat einige Maßnahmenpakete und Sonderprogramme zur Ankurbelung der deutschen Wirtschaft auf den Weg gebracht. Sie ist daher vorsichtig optimistisch und warnt davor, die Lage nicht unnötig schlecht zu reden. Hier ein Überblick über wichtige Wirtschaftsprognosen.

Wachstum (BIP)

  • Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für Deutschland auf rund 1,1 Prozent reales BIP‑Wachstum 2026 angehoben und liegt damit leicht über vielen bisherigen Schätzungen.
  • Das ifo‑Institut sieht 2026 nur etwa 0,8 Prozent Wachstum und betont noch immer die strukturellen Probleme wie Bürokratie, Investitionsschwäche und Produktivitätsflaute. Zugleich rechnen die ifo-Experten mit etwas stärkeren Effekten der staatlichen Investitionsprogramme ab 2027.
  • Die Bundesregierung dürfte ihre eigene 2026‑Prognose von 1,3 Prozent auf etwa 1,0 Prozent senken. Damit liegt Berlin zwischen ifo und IWF.
  • Bundesbank‑Projektionen signalisieren ebenfalls nur verhaltenes Wachstum um grob 0,6 bis 0,9 Prozent, mit größerer Dynamik dann ab 2027.

Inflation

  • Die EZB‑Projektionen sehen den Anstieg der Verbraucherpreise im Euroraum 2026 in der Nähe des 2-Prozent-Ziels, mit Werten um 1,9 bis 2,1 Prozent.
  • Das Ifo-Institut erwartet für Deutschland und den Euroraum 2026 ebenfalls Inflationsraten von knapp unter 2 Prozent.
  • Für Deutschland bedeutet das ein Umfeld moderater, aber nicht mehr krisenhaft hoher Inflation.

Zinsen

  • Die Wirtschaftsinstitute sehen den EZB‑Leitzins 2026, der vor allem für kurzfristige Anleihen und Kredite relevant ist, weiterhin bei etwa 2 Prozent, mit nur geringem Spielraum für weitere Senkungen oder leichte Anhebungen. Es ist also ein im Kern seitwärts laufendes Zinsumfeld.
  • Für 10‑jährige Bundesanleihen werden Renditen um 2,6 bis 3,0 Prozent bis Ende 2026 erwartet, was auf dauerhaft höhere Realzinsen als in den 2010er Jahren hindeutet.
  • Es wird weiterhin erwartet, dass die Bauzinsen 2026 überwiegend in einer Spanne von ca. 3,0 bis 4,0 Prozent verharren werden. Ein Rückfall auf die früheren Niedrigzinsen gilt als sehr unwahrscheinlich, selbst bei weiter fallender Inflation.

Exporte

  • Die Deutsche Bundesbank sieht einen wesentlichen Wachstumsimpuls 2026 aus wieder anziehenden Exporten, auch begünstigt durch eine globale Erholung und höhere Staatsausgaben in Deutschland (Infrastruktur, Verteidigung).
  • Ob zusätzliche Impulse vom neuen EU‑Mercosur‑Abkommen für exportintensive Branchen (z. B. Maschinenbau, Metall, Chemie) kommen, hängt vom tatsächlichen Inkrafttreten ab. Das EU-Parlament hat überraschend ein Rechtsgutachten gefordert.

Stimmung 

  • Der ifo‑Geschäftsklimaindex lag Ende 2025 mit rund 87 bis 88 Punkten klar im rezessiven Bereich, was eine noch verhaltene Lageeinschätzung der Unternehmen zeigt.
  • Dagegen ist die ZEW‑Konjunkturerwartung im Januar 2026 auf 59,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen.
  • Finanzanalysten sehen 2026 ausdrücklich als potenziellen Wendepunkt mit Chancen auf eine Erholung, auch dank expansiver Fiskalpolitik.

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