Strategische Vermögensnachfolge: Wie „enterbt“ man das Finanzamt?

19.11.2025 | Netzwerkfrühstück bei der Volksbank Köln Bonn eG in Köln

Am 19.11.2025 drehte sich bei unserem Netzwerkfrühstück in Köln alles um das Thema, wie man das Finanzamt "enterbt", Erbschaftsteuern spart und so seine Vermögensnachfolge sichert. Unsere Referenten waren:

  • Thomas Ketteler-Eising, Partner Laufenberg Michels und Partner mbB
  • Jochen Mertens, Partner ILP Global Mertens Thiele

Darum ging es: Einer Befragung von YouGov, einer internationalen Data and Analytics Group, aus dem Jahr 2015 zufolge empfinden die große Mehrheit (70 %) der befragten Deutschen die Besteuerung von Erbschaften grundsätzlich als unfair. In anderen Ländern, z. B. Österreich oder Portugal, ist die Erbschafts- und Schenkungssteuer auch schon seit Jahren abgeschafft. In Deutschland ist dies derzeit nicht absehbar.

Der Stern titelte kürzlich in einer Kolumne allerdings wie folgt „Erbschaftsteuer: Hört auf die Abschaffung zu fordern, ihr müsst eh keine zahlen.“ Diese Aussage muss man relativieren. Die Vermeidung von Erbschaftsteuer bedarf in der Regel einer rechtlichen und steuerlichen Strategie. Nur wer langfristig und zielgerichtet plant, „enterbt“ das Finanzamt. Handlungsbedarf besteht u. a. für Unternehmer/innen, Immobilieneigentümer, Ehegatten mit einer ungleichen Vermögensverteilung, Ehegatten mit einem Berliner Testament, Patchwork-Familien, bei Auslandsvermögen oder Vermögenden ohne eigene Kinder.

Aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz der Referenten wurdenn praktikable und wirkungsvolle Gestaltungsmodelle vorgestellt. Zugleich wurden Steuermythen wie der Familienpool, die Spardosen-GmbH oder das Supervermächtnis aufgeklärt.

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