Am 17.9.26 fand unser Netzwerktreffen wieder bei der Volksbank Köln Bonn eG statt. Es referierte Frau Dr. Anke Krebs, LLM, Patentanwältin und Partner der Kanzlei dompatent. Hier der Download des Vortrags und nachfolgend eine Zusammenfassung:
Für eine erfolgreiche Anmeldung ist die Unterscheidungskraft entscheidend: Gattungsbegriffe sind kaum schützbar, beschreibende oder andeutende Begriffe etwas besser, Fantasiewörter wie "Kuschelfuß" bieten den stärksten Schutz. Der Weg verläuft in sechs Schritten: klären, was und wofür geschützt werden soll, prüfen, ob es das Zeichen schon gibt, Einreichung, Prüfung und Eintragung. Wichtig ist ein sorgfältiges Verzeichnis der Waren und Dienstleistungen nach der Nizza-Klassifikation, denn der Schutz gilt nur für die angemeldeten Klassen und Länder.
Eine eingetragene Marke kann genutzt, lizenziert, verkauft oder gegen Nachahmer verteidigt werden. Das lohnt sich wirtschaftlich: Starke Marken erlauben höhere Preise, binden Kunden und tragen erheblich zum Unternehmenswert bei.
Anschaulich zeigte Frau Dr. Krebs das am Beispiel des fiktiven Sockenladens "Kuschelfuß": Ohne eingetragene Marke kann ein Nachahmer mit ähnlichem Namen und schlechterer Qualität den guten Ruf schädigen. Mit eingetragener Marke lassen sich Abmahnung, Unterlassung und Schadensersatz durchsetzen – der Name wurde erfolgreich verteidigt.
Ihre Merksätze: Eine Marke ist der Ruf eines Unternehmens in Zeichenform. Handelsregister und Domain bieten keinen Markenschutz. Schutz gilt nur dort, wo die Marke angemeldet ist. Deshalb erst recherchieren, dann anmelden. Eine starke Marke ist ein verkaufbarer Vermögenswert, doch nur rund 9 Prozent der deutschen KMU besitzen eine eingetragene Marke.

Kontakt:
Dr. Anke Krebs
Dipl.-Chemikerin | Dr. rer. nat. | LL.M. Europäischer Gewerblicher Rechtsschutz
Patentanwältin | European Patent and Trademark Attorney | UPC Representative
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Fax: +49 (221) 134297
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